Lyrik II: Der/ Das Friedensreich ist nah

…und der Titel lässt es vermuten: Auch hier ist Friedensreich von Heidenbräu wieder das vielgeliebte Wappentier. Noch einmal, denn er gehört dazu:

Friedensreich von Heidenbräu

Hier einige der Kritikerkommentare von der Titelseite des zweiten Zyklus, der aus dem Jahr 2001 stammt (alles natürlich rein fiktiv):

“Zellmer ist wieder da! Ironischer und witziger denn je. Lacher sind garantiert!” – Zeit

“Durch seinen unerreichten Wortwitz und seine charmante Art, Dinge zu umschreiben, erobert wer wieder einmal das Zwerchfell des Lesers. Er ist erwachsen geworden.” – Hellmuth Karasek

“Zellmer wieder da! Haha!” – Bild

“Dieser Mann strotzt erneut nur so vor Ironie, Sarkasmus und polit-kritischer Satire. Explosive Unterhaltung für zwischendurch.” – FAZ

“Ein Jahrhundertwerk!” – Marcel Reich-Ranicki

Um die durch die Kritiken hervorgerufene Euphorie gleich im Vorhinein ein wenig zu dämpfen, muss dazu gesagt werden, dass die hier digitalisierten Originaldokumente den 29.01.2001 als Erscheinungstermin des zweiten Zyklus mit diesmal sieben Gedichten angeben. Eine durchdringende Evolution des Autors in Sachen Feinfühligkeit und lyrischem Geschick ist dementsprechend von den neuen Werken kaum zu erwarten. Aber eben darum seid Ihr ja hier: Um Euch selbst ein Urteil zu bilden. Und Potzblitz: Einen Vorgeschmack auf das, was kommt, gibt es sofort, denn Gedicht Nr. 1 ist kurz, bündig und charakterisiert “Der/ das Friedensreich ist nah” nur allzu treffend. Schnallt Euch an, an, AN, AN, es geeehhhhht LOS LOS LOS LOS….

Magd im Höllenfeuer

Als ich dereinst im Rasen weilte

und einer Magd die Füße feilte

und sie sich redlich amüsiert

da fragte ich sie wohl pikiert

warum ziehst du immer weg?

ist dies denn nicht zu deinem Zweck?

Oh nein, mein Herr, ich lache nur

weil ich dereinst des Eides schwur

nie auf einem fremden Rasen

einem Fremden ein Lied zu singen.

Letztlich ist ein seichter Hauch von Weiterentwicklung nicht von der Hand zu weisen. Insbesondere das Schriftbild auf den überlieferten Originalbögen ist sauberer, konzentrierter, vor allem durch das geringere Alter und die Behandlung des über den Jahreswechsel sichtlich gereiften Autors besser erhalten. Nichtsdestotrotz ist es noch immer deutlich zu früh, von einer Beherrschung der Muttersprache zu reden. Aber Ihr werdet es sicher selbst längst geahnt haben: Nicht zuletzt dient die Arbeit an diesen beiden Gedichtszyklen (deren Lektüre durch eine Laune des Autors selbst nun für immer und für alle öffentlich möglich ist) eben genau dieser.

Auch die nächsten Versuche entbehren einer räumlichen Ausdehnung, sollen dem amüsierten Leser aber schrittweise vorgestellt werden. Ein Blog zum Genießen eben. Auf bald!

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One thought on “Lyrik II: Der/ Das Friedensreich ist nah

  1. Daniel says:

    “Zellmer wieder da! Haha!” – Bild BWAHAHAAH😀

    oh mann das ist schon echt geiler stoff. ganz schön kreativ der herr z.

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