Village de la Bière: Willkommen im französischen Bierwunderland

Wir brauchen es!

Feiner Hopfen

Glückliche Käuferin Glückliche Käuferin

Leute, am Wochenende habe ich in der Straßburger Altstadt ein kleines Paradies entdeckt. Nach ewiger Parkplatzsuche fand ich endlich in einem alten Stadtteil inmitten verwinkelter Gassen das „Village de la Bière“, ein französischer Biershop, den ich am liebsten komplett leer gekauft hätte. Er ist zwar nicht unbedingt groß, aber mit hunderten internationaler Biersorten absolut vielfältig und überraschend. Besonders interessante war, dass mir ein Großteil der dort verfügbaren Biere bisher völlig unbekannt waren. Ein Traum für jeden Craft-Bier-Fan!

Da geht einem doch das Herz auf, oder? Da geht einem doch das Herz auf, oder?

In diesem Bier-Dorado schlummert viel Erfahrung, denn den Laden gibt es – laut Verkäufer – immerhin bereits seit rund 30 Jahren. Sein Name ist dennoch kurios: „Dorf der Biere“ heißt er übersetzt. Für mich war es wohl eher ein ganzer Kosmos voller Biere. Schade, dass diese Genusspalette noch nicht in deutschen Shops zu bekommen ist.

Auch einige deutsche Spezialitäten vorhanden Auch einige deutsche Spezialitäten vorhanden

Ich kaufte…

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Prometheus – Eine Kritik (Spoiler)

Jetzt, wo ich eine Nacht drüber geschlafen habe, mal ein paar Gedanken zu Prometheus, weil der Film es allein aufgrund meiner schwer definierbaren Wahrnehmung der Erwartungen der Medien, meines direkten Umfelds (und nicht zuletzt meiner eigenen) verdient hat.

Als der Film begann, war ich zunächst fast überwältigt. Hier spielten mehrere Faktoren eine Rolle: Es war die OV in 3D in der Essener Lichtburg, die für jeden, der einmal dort war, einfach das Lieblingskino sein muss. Zweitens wird hier eine 3D-Technologie verwendet, die noch einmal andere Brillen benutzt als die, die ich bisher kannte. Diese Brille von Volfoni hat auf mich bisher den besten Eindruck gemacht. Ich bin jetzt kein 3D-Fanatiker, aber lehne es auch nicht ab, es sei denn, der Film wurde nachträglich – nur um nochmal damit Geld zu machen – umgewandelt.

Wie auch immer, der Anfang des Films ist einer von zwei Begeisterungspunkten. Etwa fünf Minuten lang prasselt eine einzige Bildgewalt auf den Zuschauer ein, so dass man regungslos im Stuhl sitzt und die Bilder auf sich wirken lässt. Gleich danach wechselt die Perspektive von außen nach innen, von spektakulären Natur- und Weltraumsequenzen ins innere des Schiffs, wo sich dann an 2001 und Solyaris erinnernde Szenen abspielen. Bizarr ausgewählte Begleitmusik, merkwürdiges Verhalten der Protagonisten, bei gleichzeitiger Ausschöpfung des gesamten Repertoires an moderner Technik, die es heute gibt, um das Gesamtpaket so darzustellen, wie man es heute wohl nicht besser machen kann. Bis nach etwa einer Viertelstunde dachte ich: Scott, wenn das so weitergeht, muss ich dir Dank sagen und ich muss mit dir natürlich auch anstoßen.

Das war es dann aber auch mit dem Höhepunkt der Begeisterung. Nach ein paar Minuten in der Haupthandlung beschlich mich bereits ein ziemlich merkwürdiges Gefühl. Als jemand, der Art dieser Szenen nur zu gut kennt, wusste ich sofort, worauf es in diesem Teil des Films hinausläuft. Die Crew wird vorgestellt, alle unterhalten sich zum ersten Mal, man lernt die Charaktere kennen, um hinterher, sozusagen wenn die Action loszuzimmern beginnt, leidenschaftlich mitzufiebern. Nur: This is not what happened. Not at all.

Vielleicht liegt es also auch an mir, aber diese Charaktereinführung kommt viel zu kurz. Es sind mindestens fünf, aber bis zu etwa zehn unterschiedliche Charaktere, die man in zehn Minuten so kennenlernen soll, dass man sich ihnen verbunden fühlt und ihnen ihr Verhalten im weiteren Verlauf wirklich abnehmen soll. Funktioniert hat das bei mir etwa bei einer bis zwei Personen. Wer den Film gesehen hat, wird mir zustimmen, dass es sich hierbei um Dr. Shaw und bestenfalls noch Dr. Holloway handelt. So wie ich das sehe, ist es auch ausschließlich die von einer sehr guten Noomi Rapace verkörperte Elizabeth Shaw, die wohl nicht zuletzt durch ihre sehr enge Anlehnung an Ellen Ripley den zunehmend abflachenden, wenn auch immer noch actionreichen Film wirklich am Leben hält.

Dabei habe ich durchaus verstanden, wie die einzelnen Charaktere ticken – zu klischeehaft ist hier tatsächlich der Cast ausgewählt worden – aber eben dies lässt mich darüber nachdenken, warum das so ist. Ridley Scott wird sich gedacht haben: “Die Zuschauer kennen diese Einsames-Raumschiff-Nummer. Wir sparen uns große emtotionale Einführungen und begrenzen das auf ein Minimum. Für diese Geschichte brauche ich ohnehin dasselbe wie immer.”

Und dasselbe wie immer ist es dann auch. Nacheinander fallen fast alle Crewmitglieder auf unterschiedliche Art und Weise der dunklen, unbekannten, geheimnisvollen, diabolischen Gefahr zum Opfer, von der zumindest alle, die in ihrem Leben einmal von der Alien-Saga gehört und auf diesen Film gewartet haben, ohnehin bereits wissen, dass es sich hier um die bekannten Monster aus den alten Filmen handelt, oder zumindest deren Vorfahren. Kurzum: Wir stolpern über verschiedene Aliens in neuen Formen und Farben, die dasselbe tun wie immer. “Neu” ist hier nur, dass den klebrigen Monstern hier noch eine andere Spezies zum Opfer fällt, die doch so viel stärker scheint als die menschliche.

Die relativ lose Bindung an die Alien-Story ist es auch, die mich am meisten ärgert. Prinzipiell ist nämlich keine vorhanden. Mir kommt das ganze so vor wie zwei verschiedene Folgen von Outer Limits. Es kommt die gleiche Lebensform vor, ja. Die Firma Weyland finanziert im Film den ganzen Trip und eine kaum glaubwürdige Charlize Theron leitet die Reise, zunächst vorgestellt als loyale Mitarbeiterin des großen alten Mannes Weyland, der seinem Schöpfer gegenübertreten möchte und daher einfach mal ein paar Billionen Dollar in einen interstellaren Ausflug steckt, um ein Team von Wissenschaftlern, Technikern und Sicherheitskräften, die sich allesamt nicht kennen, in einem über zweijährigen Hyperschlaf durch das halbe Weltall schickt, nur damit die sich auf dem schnellsten Wege von einer schleimigen, blubbernden Teersuppe umbringen zu lassen. Sicher, der Zusammenhang ist da. Ein Teil der Saga wird Prometheus dadurch aber nicht und ich stelle die Hypothese auf, dass der Film und seine Geschichte besser dran wären, hätte man all das weggelassen und einfach einen guten, neuen Science-Fiction-Film in die Kinos gebracht. Auch die fragliche Schlusssequenz ändert hieran nichts, denn nur sie ist es, in der man etwas tatsächlich altbekanntes ganz kurz wieder zu Gesicht bekommt. Da ist es aber nunmal bereits zu spät.

Und auch, wenn das ein guter Abschluss für meine Überlegungen gewesen ist, möchte ich doch noch auf den zweiten der oben erwähnten Begeisterungspunkte zu sprechen kommen. Etwas, was so noch nie in einem derartigen Film zu sehen war, weil es vermutlich insbesondere für die USA zu kontrovers ist, ist die spektakuläre “Selbstabtreibung”, die Dr. Shaw bei sich vornimmt. Ich bin sicher nicht der einzige, der hier das schockierendste Ereignis des Abends ausmacht, dessen Inszenierung mir sicherlich weitaus länger im Gedächtnis bleiben wird, als spätere Actionszenen, die möglicherweise als größere Spannungshöhepunkte gedacht waren.

Und so schließe ich mit einem weiteren “Es liegt vielleicht an mir,” aber der Rest ist ein alter Schuh in einem noch nichtmal so neuen Gewand. Nur sehen wir alles auf dem Stand der Technik von 2012, und das macht den Film sehenswert und das Geld für die Kinokarte gut investiert.

Ja, soweit ist es gekommen.

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Appell

Appell

 

Dunkel war’s, der Fluss rauschte laut

als wir zusammen durch den Wald spazierten,

diverse Vögel sich ein Nest gebaut

und viele verrückte Dinge passierten

 

Erst, nicht weit von uns, da krachte es

Von einem Baum, da fiel ein Ast

Denn auch dort oben, in dem Geäst

des Nachts der Wald macht keine Rast

 

Plötzlich, vor uns, stand ein Reh

In diesem unberührten Stück

und es stand wie eine gute Fee

Es war nicht verletzt, es hatte Glück

 

Ich streckte langsam meine Hand

dem scheuen Tier verträumt entgegen

sofort doch war es hastig weg gerannt

Es hatte wohl an mir gelegen

 

Und die Moral, du solltest niemals nicht

ob’s dich berührt, das ist egal

sei immer Tag für Tag darauf erpicht:

denke drüber nach einmal

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Die Geschichte vom Wandrer und dem Schwein

Die Frequenz lässt wieder nach. Manch einer mag im Hinterkopf noch die Erinnerung irgendwo in eine alte Kiste geschoben haben: Da war ja was mit dem Max seinen dämlichen Gedichten.

Richtig.

Und nun, 16 Tage nach dieser letzten literarischen Katastrophe, dürft Ihr, wertes Publikum, Zeuge einer ganz besonderen Veröffentlichung werden. Ihr lest nun meine erste Ballade. Zum ersten Mal auch online.

Die Geschichte vom Wandrer und dem Schwein

Es ging einst ein keuscher Wandrer
am großen Fluss entlang
als plötzlich vor dem Wandrer
dem Fluss ein Tier entsprang

Das Vieh, es grüßte gerne
und stimmte Lieder ein
“Gu’n Tach, isch komm aus Herne”
Seht hin: Es war ein Schwein

Der Wandrer schnell sich drehte
“Ein Schwein aus einem Fluss?
Und dann auch noch aus Herne
mir platzen alle Nähte
Hier steh’ ich vor dem Fluss
ich komme aus der Ferne

Vom Süden komm ich her
der Weg war gar nicht leicht
nein, er war schwer bisher
Der Flusslauf stimmt mich seicht

Meine Füße tun mir
vom vielen Laufen weh
und dazu erscheint hier
mir keine gute Fee

drum frag ich dich
mein liebes Schwein
willst du heut’ für mich
mein treues Reittier sein?”

das Schwein, das überlegte
ob es das machen wollt’
ob es sich nun regte
den Wandrer tragen sollt’

“Das wird sicher schwierig,
doch ich bin so wie du
nach dem Wandern gier’ ich
was soll ich tun, was nu’?”

“Ich würd’ dich reich entlohnen
wenn wir am Ziele sind
ob früher oder später
ich reise stets geschwind”

Das Schwein entschied sich freudig
dem Wandrer beizusteh’n
und war auch mit ihm einig
durch die Welt zu geh’n

Die beiden waren munter
ganz gewiss das ist
einst fiel der Wandrer runter
das Schwein hat sich bepisst.

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Lügen II

Zum Jahreswechsel möchte ich allen Freunden schlechter Unterhaltung noch ein kleines Geschenk machen. Das drittletzte meiner alten Gedichte erblickt somit das digitale Licht der Online-Welt. Es heißt

 

Lügen II

 

Das sanfte Licht der Sonne

streift mitternachts durchs Land

des Himmels ganze Wonne

der Geister dunkle Hand

 

Am Tage hellt das Mondeslicht

das Landschaftsbild dezent

und scheint es doch so schlicht

des Nachts der Himmel brennt

 

Im Regen funkeln trockne Blätter

im seichten Sturmeswind

bei diesem eisig warmen Wetter

was für ein Scheiß, mein Kind

 
 

Einen guten Jahreswechsel und haltet alle Eure Vorsätze ein! Ich plane, dies zu tun…

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